Lernmethoden

Lernmethoden gibt es viele, aber sie wirken unterschiedlich. Hier einige Beispiele für wirksame Vorgehensweisen.

 

Nur eine Sache oder ein Aspekt oder ein Schritt

Wenn etwas neu ist, dann kann man sich nicht auf viele Dinge zugleich konzentrieren. Es ist besser, man übt einen Schritt, bis man den Erfolg verspürt und geht erst dann mit einem guten Gefühl an die nächste Stufe heran. Das geschieht zum Beispiel beim Sprachenlernen nach Vera Birkenbihl.

 

Einprogrammieren, Einschleifen, Drill

Das sind mehrere Wörter für dieselbe Sache. Aber es geht hier nicht ums Rumkommandieren, sondern um intelligentes Wiederholen, das man selber macht. Wenn man z.B. einen Bewegungsablauf einübt, dann ist es wichtig, erst langsam die Reihenfolge der Bewegungen einzuüben und dann, wenn man sich sicher ist, es noch mehrere Male richtig  zu wiederholen. Das ist dann weder langweilig noch stressig, sondern man gewinnt innerere Sicherheit. Da das Gehirn sich Regelmäßigkeiten merkt, werden solche Informationen dauerhaft abgespeichert. Genauso geht es auch mit theoretischen Inhalten und Fertigkeiten. Aber wie gesagt: Weder stressig noch langweilig! Diese Lernmethode ist seit uralten Zeiten bekannt, wird aber nicht mehr oft angewendet.

 

Der Ball-im-Tor-Effekt

Wenn man auf einen Versuch eine sofortige Rückmeldung bekommt und daraufhin auch sofort reagieren kann, dann lernt man etwas sehr schnell. Wenn ein Kind einen Fußball auf ein Tor schießt, dann kann es bei Fehlern sofort reagieren und immer wieder verbessern. Wenn man es ihm Stunden später sagen würde, was falsch war, wäre das fast wirkungslos. Ähnlich ist es bei Prüfungen, deren Ergebnisse man erst viele Tage später bekommt.