FAQ - Frequently Asked Questions
Häufig gestellte Fragen
Andere Schulen
Was ist anders an der FdSF im Gegensatz zu normalen Schulen?
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Lernen: Die Schüler entscheiden selbst was und wie sie lernen.
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Demokratie: Kinder und Erwachsene regeln ihr Zusammenleben auf gleichberechtigte, demokratische Weise. Sie erstellen gemeinsam Regeln und achten gemeinsam darauf, daß sie auch eingehalten werden.
Ist die FDSF sowas wie eine Montessori- oder eine Waldorfschule?
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Auch diese Schulen haben Elemente des freien Lernens. Sie haben aber eine vorbereitete Lernumgebung und verschiedene Materalien und Vorgehensweisen, die vorgegeben und daher auch verpflichtend sind.
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Die FdSF bietet eine vielfältige Lernumgebung mit vielen verschiedenen Elementen als Anreiz und als Lernangebote. Den Kinder steht es frei, sich das jeweilige Lernthema und auch die Vorgehensweise, also die Art des Lernens, selbst zu wählen.
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Ist die FdSF eine antiautoritäre Schule?
Nein. Unsere Schule hat feste Regeln, die für alle verbindlich sind. Sie werden zusammen erarbeitet und deshalb werden sie auch gerne von allen eingehalten. Falls es mal zu Unklarheiten kommt, sorgt ein wechselndes Rechtskommitee für die Einhaltung der Regeln.
Lernen
Wenn Kinder nicht gelenkt oder mit sanftem Druck dazu angehalten werden, lernen sie dann überhaupt was sie brauchen?
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Es ist eine wissenschaftlich bestätigte Tatsache, daß Kinder immer etwas lernen. Wichtig ist nur, das sie davon nicht abgehalten werden.
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Vor allem in jungen Jahren kommt es mehr darauf an, daß freiwilig und mit Erfolg gelernt wird und nicht so sehr was gelernt wird. Dadurch bauen sich im Gehirn viele Grundlagen und Verknüpfungen auf, an die in späteren Jahren mühelos neue Informationen angeknüpft werden können.
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Der Umgang mit Kindern verschiedenen Alters und eine anregende Umgebung führen automatisch zu vielen grundlegenden Lernerlebnissen.
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Kinder wollen etwas leisten. Deshalb gehen sie auch gerne auf neue Herausforderungen ein. Das kann auch trockene Theorie sein. Wenn für sie wichtig ist, werden sie es schaffen.
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Wer gezwungen wird, etwas zu lernen und nicht erfolgreich dabei ist, beginnt Lernen zu vermeiden. Das kann sich bis hin zu ernsthaften Lernblockaden entwickeln.
Immer wieder hört man von Lernfenstern, also von einem Alter, in dem Kinder am besten etwas lernen. Und daß Kinder vieles möglichst früh beginnen sollen, weil das das erwachsene Gehirn abbaut und viel weniger aufnehmen kann. Muß man da nicht Vorgaben machen, mit welchen Alter was zu lernen ist?
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Diese Erkenntnisse sind veraltet. Auch das Gehirn von Jugendlichen und Erwachsenen wird erneuert, solange es benutzt wird.
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Kleine Kinder lernen anders als Jugendliche und Erwachsene. aber die Lernfähigkeit ist auch im hohen Alter noch da. Man braucht manchmal etwas andere Lernmethoden.
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Wichtig ist, daß das junge Gehirn selbst und viel lernt und nicht daran gehindert wird. Je mehr in einem Gehirn gespeichert ist, desto schneller kann es mit Neuem verknüpft werden. Kinder sind von Natur aus neugierig und lernen dauernd. Daher ist es am besten, sie es ungebremst tun zu lassen. Das ist die beste Vorbereitung für späteres Lernen.
In unserer Welt müssen Kinder und Erwachsene Leistungen und auch Abschlüsse vorweisen. Wenn sie nicht darauf vorbereitet werden, kommen sie später denn auch zurecht mit diesem System?
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Wenn ein Kind ein genaues Ziel hat, dann erreicht es das in der Regel auch. Für viele Kinder ist das Ziel, gute Noten zu haben, nicht erstrebenswert. Oft erlebt man aber, daß Kinder, die das ganze Schulleben "faul" waren, plötzlich kurz vorher nochmal Gas geben und einen Abschluß doch bestehen. Das Ziel war da, und ein Weg es zu erreichen. Und dann klappt es.
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Wenn ein Kind viele Jahre lang durch Noten oder durch Lehrer und Eltern die Rückmeldung bekommt daß es wenig kann und trotz vieler Ermahnungen, Anstrengungen und Hilfe bei Prüfungen schlecht abschneidet, dann glaubt es das auch irgendwann einmal. Manche Kinder mit diesen Erfahreungen schließen dann am Ende ihrer Schullaufbahn komplett mit dem Lernen ab und wollen nichts mehr davon wissen.
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Kinder an der FdSF lernen, sich Ziele zu setzen und wie man sich Kompetenzen aneignet, deshalb werden sie auch Schulabschlüsse und ähnliches meistern.
Wenn die Schüler selbst über ihr Lernen bestimmen können, wie kann man denn sicher stellen, daß sie alles nötige lernen?
- Wenn ein Kind etwas erreichen will, und es die Mittel und Wege dazu hat, dann schafft es das auch.
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An unserer Schule haben Kinder viel Zeit, eine bestimmte Sache zu erreichen. Wenn sie im ersten Jahr noch keinen Drang dazu haben, dann bestimmt in einem späteren Jahr. Das menschliche Gehirn ist flexibel. Es muß nicht alles schon mit sechs Jahren beginnen. Manche Kinder fangen z. B. das Lesen erst später an und können es dann innerhalb weinger Wochen. Ein Anreiz Lesen zu lernen, ist zum Beispiel der Wunsch, in der Schulversammlung mitreden zukönnen. Außerdem gibt es viele Mitschüler, die das schon können und denen man nacheifert.
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Da man zu einem staatlichen Schulabschluß eine Prüfung ablegen muß, ist das eine Motivationsquelle, sich ausgiebig darauf vorzubereiten. Wenn man vorher Jahre damit verbracht hat, das zu lernen, was man selber wollte, dann hat man eine positve Einstellung zum Lernen und weiß, das man diese Prüfung auch schafft.
Grundsätzlich kann man sagen, daß die Schüler das, was sie lernen, recht intensiv lernen. Aus diesen Erfolgserlebnisssen heraus werden sie auch weiteren Lernherausforderungen gewachsen sein.
Wodurch sind die Schüler einer freien Schule motiviert, zu lernen?
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Erfolgserlebnisse beim Lernen erzeugen Motivation für weiteres Lernen
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Die Altersmisschung erzeugt das Wollen, auch das zu lernen, was die andere Schüler können
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Im Sachullatag wird Lesen bei vielen Angelegenheiten gebraucht. Dadurch sind die Schüler sehr motiviert, lesen zu lernen. Wer sich die nötigen nötigen Informationen selbst beschaffen kann, kann besser mitreden.
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Vieles Lernen erfolgt einfach so nebenbei
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bei handwerklichen Projekten: Rechnen und Anleitungen lesen
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im Internet (beim Chat und beim Nachforschen)
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manches bringt man von zuhause mit
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Englisch bei Songtexten
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Was lernen die Kinder an der FDSF?
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alles, was andere Kinder auch können
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echte Kreativität
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Unternehmertum: Handel, Produktion, Dienstleistung
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Herausforderungen zu meisten
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mit Schwierigkeiten und der Umwelt umzugehen
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alles, was sie für ein Leben in einer globalisierten Zukunft brauchen
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demokratisches Verhalten
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bewußtes Leben als Mitglied der Gesellschaft
Gibt es einen Lehrplan?
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Die Standards (Lernziele) der deutschen Kultusministerkonferenz (KMK-Standards) für die Klassen 4, 9 und 10 sind als in der FdSF als Kompetenzraster gegliedert. Kompetenzraster gliedern die Lernziele als aufeinanderfolgende "Ich-kann"-Beschreibungen..
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Die Schüler können sich diese Kompetenzen in Kursen aber auch auf ihrem eigenen Lernweg aneignen und auf Wunsch einen Nachweis dafür bekommen.
Prüfungen
Wie werden Kinder in der FDSF auf Prüfungen wie Mittlere Reife vorbereitet?
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Es ergeben sich immer wieder Gelegenheiten, bei denen Kinder ihr Können vorziegen müssen. Das tun sie auch gerne und bereiten sich mit Eifer darauf vor. Wenn es z. B. ums Fahrradfahren oder um die Bedienung einer Maschine oder eines teueren Geräts geht, kann verlangt werden, daß die Kinder die dazugehörigen Regeln und Tätigkeiten wissen und anwenden können. Darauf bereiten sie sich vor und erhalten z.B. einen Fahrrad- oder Bohrmaschinenführerschein oder einen Erste-Hilfeschein.
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Kinder, die auf eine andere Schule wechseln wollen oder müssen (z. B. bei Umzug) werden, wenn nötig darauf vorbereitet. Wenn es eine gleichartige Schule ist, genügt normalerweise eine Bestätigung und das letzte Zeugnis. Andere Schulen verlangen eine Aufnahmeprüfung oder eine Probezeit.
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Wenn ein Kind sich auf den Qualifizierenden Hauptschulabschluß oder die Mittlere Reife vorbereiten will, bekommt es dafür eine umfassende Vorbereitung. Nach einem vorbereitenden Überblick über die nötigen Kompetenzen kann es in Seminaren oder Eigenstudium das benötigte Wissen und Können aneignen. Den in gehirn- und lerngerechte Portionen unterteilten Prüfungsstoff erarbeitet sich das Kind durch selbstgesteuertes Lernen. Und es bekommt natürlich Unterstützung und Hilfestellung, wo es nötig ist.
Mitbestimmung
Wie sieht denn die Demokratie an der FDSF aus?
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Die Schulversammlung beschließt und ändert die Regeln des Zusammenlebens = Schulgesetz der FDSF.
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Das Rechtskommitee klärt Verstöße gegen die Schulregeln. Das Kommitee besteht aus Erwachsenen und Schülern, die regelmäßig wechseln. Jeder, dem etwas vorgeworfen wird, hat die Möglichkeit, sich zu verteidigen.
Bestimmt die Schulversammlung über alle Belange der Schule?
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Verbindlich sind und können nicht geändert werden:
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Die gesetzlichen Bestimmungen
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Die Vorgaben der Schulbehörden
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Das Leitbild und die unveränderbaren Grundregeln unserer Schule
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über alle anderen Belange entscheiden die Erwachsenen zusammen mit den Kindern.
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jede Person, egal ob Kind oder Erwachsener, hat eine Stimme.
Wenn die Stimme der Kinder genauso viel wert ist wie die von Erwachsenen, können die dann nicht falsche Entscheidungen treffen?
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Kinder sind wie Erwachsene sehr vernünftig, wenn sie echte Verantwortung bekommen. Es ist dann ihre Angelegenheit und sie ist Ihnen wichtig. Außerdem stehen sie dann hinter den Beschlüssen und achten, daß sie eingehalten werden.
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Auch Kinder wissen, daß es nicht gut ist, wenn z.B. Sachen kaputtgemacht werden, oder jemand etwas bekommt, was allen gehört. Kinder achten sehr genau auf Gerechtigkeit.
Kosten
Was kostet der Unterricht an der FDSF?
- Die Schulgebühren werden pro Schüler voraussichtlich ca. 200 Euro sein.
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Die Schulgebühren werden sozialverträglich abgestuft.
Termine
Offenes Arbeitstreffen für alle Interessierten am Montag, den 05.07.2010 um 19.00Uhr in Nürnberg, Ergotherapiepraxis Beer, Mathildenstr. 11, Rückgebäude.
Es gibt viel zu tun! Also kommet reichlich und gestaltet mit!
Aktuell: 10 Prozent für Bildung in Deutschland
Wie in der Presse anläßlich des Bildungsgipfels berichtet wird, will Deutschland 10 Prozent des Bruttosozialprodukts für Bildung ausgeben. Gerade ist man darüber auszurechen, wieviel Milliarden Euro das sind... Apropos: Eine nicht unerhebliche Anzahl von Schülern verläßt die Schule, ohne ausreichend rechnen, schreiben und lesen zu können. Ob da mehr Geld hilft? Immerhin hatten sie fast 10 Jahre Zeit.... Die Bundesregierung könnte Bildung viel sparsamer bereitstellen, wenn sie die Grundidee der Demokratischen Schulen aufgreifen würde, nämlich die Freiheit der Wahl beim Lernen: Lasst die Kinder das lernen, was sie gerade interessiert und unterstützt sie dabei! Denn dann werden sie zur Überzeugung und zur Fähigkeit gelangen, alles lernen zu können, was sie wollen.
Ein Kommentar von JSH
Schul-Lyrik
Schulfrust damals wie heute: Ein Gedicht von William Blake
Der Schulknabe (1794)
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