Wenn Ihnen unsere Konzeption zu umfangreich ist - in diesem Steckbrief finden sie alle wichtigen Fakten.
Grundsätzliches - Der Steckbrief der FdSF
Art der Schule und Fakten
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Volksschule Jahrgang 1-10
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Stammgruppen statt Klassen
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konsequente Altersmischung
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Lernangebote offen für Schüler jeden Alters
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Vorbereitung auf Quali und Mittlere Reife
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Externe Prüfungen
- Geplanter Start September 2011 in Nürnberg oder Umland
Pädagogischer Ansatz
Wissenschaftlich bestätigte Tatsachen:
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Die natürliche Lernfähigkeit des Kindes: Es lernt immer (wenn man es dabei nicht behindert)
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Ein Kind lernt sehr intensiv und nachhaltig, wenn ihm eine Sache bedeutsam ist
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Viele Dinge lernt ein Kind nebenbei
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Ein Kind speichert bei Lernen unter Druck und negativen Emotionen das Gelernte nicht oder an der falschen Stelle im Gehirn ab.
Bildungsziel:
Zurechtkommen in unserer heutigen Lebenswelt und in neuen Umgebungen, z.B. Umgang mit fremden Kulturen und mit sich ändernden Lebensbedingungen
Daraus folgt:
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Das Kind ist der Lernende und Agierende: Selbststeuerung des Lernens
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Die Freiheit der Wahl beim Lernen: Was, wie und mit wem lernen.
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Reichhaltiges Angebot an normalen und besonderen Lernthemen
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Eine Schul- und Lernumgebung, die der heutigen Lebenswelt ähnelt und auch alternative und zukünftige Lebensmodelle und
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-situationen beinhaltet
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Vorbereitung auf Abschlüsse und Prüfungen
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Anregung zum Erlernen von Soft skills, dem Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen
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Keine Beschämung oder Entmutigung; Positive Wertung der erreichten Lernzielen und aneigneten Kompetenzen
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Schüler, Lehrer und Eltern, die sich dieser Art des Lernens verpflichtet fühlen
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Demokratische Umgangsformen: z.B: Gemeinsamen Regeln, gemeinsame Verantwortung, Schüler und Lernbegleiter je eine Stimme
Worin unterscheidet sich eine demokratische Schule entscheidend von anderen Schulen?
Für die Lehrer (Lernbegleiter) gilt nicht die in den meisten Schulen gestellte Frage:
Wie muss ich das Kind motivieren, damit es das lernt, was ich oder die Gesellschaft für nötig hält?
Sondern eher: Wie gestalte ich - zusammen mit den Schülern - die Lernumgebung und das Lernen selber, damit die Kinder eigenaktiv das mitnehmen was sie zur Lebensfähigkeit brauchen?
Zutrauen in das Kind
Wenn ein Kind etwas wirklich lernen will, dann schafft es das auch - jede Art von Lernstoff oder Fähigkeit! - wenn es wichtig für das Kind ist. Wenn ein Kind etwas nicht lernt, dann liegt das entweder an der nicht (mehr) vorhandenen Bedeutsamkeit oder an einer unzureichenden Anleitung zum Lernen, an Überforderung und Entmutigung. Es liegt jedenfalls nicht an mangelnder Begabung oder an Faulheit. Das bedeutet: wenn ein Kind etwas lernen will, dann ist es Aufgabe des Lehrers, dieses Lernen zu ermöglichen. Wenn ein Kind es nicht will, dann hat auch der Lehrer kein Recht, es dazu zu zwingen (oder es subtil oder unterschwellig dazu zu veranlassen).
Was ist im Einzelnen anders :
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Lerninhalte in Kompetenzraster angelegt anstatt in Lehrplänen
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Lernbegleiter statt Lehrer: Begleitung und Beratung statt Vorgaben und Kontrolle
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Kompetenzbestätigung statt Noten: Nicht wie gut oder wie schlecht bin ich? sondern Was kann ich alles schon?
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Keine ungewollte Fremdbeurteilung: Prüfungen und Tests, wann das Kind es will oder dafür bereit ist
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Zeugnis: gemeinsame Übereinkunft mit dem Lehrer, was der Schüler kann
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Stammgruppen statt Klassen: Kinder mehrerer Jahrgänge sind in Stammgruppen organisiert, haben aber Zugang zu allen Lernangeboten
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Kurse, Lernprojekte und Selbststudium anstatt Unterricht im Klassenzimmer. Das Kind wählt, was es gerade Lernen will. Es kann auch eigene Lernthemen einfordern.
Ergebnisse einer Demokratischen Schule oder Was können die Schüler?
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Soft skills und Lebenstüchtigkeit: Zurechtkommen mit sich und der Gesellschaft
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Lebenslange Lernfähigkeit
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Leistungsfähigkeit
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Prüfungen bestehen
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Ziele erreichen
Fragen
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Wo gibt es demokratische Schulen? - Weltweit ca. 200
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Was ist die Reinform der Demokratischen Schule? - Sudbury Valley School in Massachusetts, USA
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Wie lange gibt es sie schon? - 40 Jahre
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Welche Erfolge haben diese Schulen? - Die Schüler kommen im Leben zurecht - werden gerne als Angestellte oder Studenten genommen - über 80% studieren - viele sind selbständig.
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Warum Demokratie? - Demokratie ermöglicht die Freiheit der Wahl und selbstgesteuertes Lernen. Demokratie ermöglicht individuelle Freiheit (lernen wie man mit sich selbst zurechtkommt, Persönlichkeitsbildung) und soziale Umgangsformen (Lernen, wie man mit anderen zusammenlebt). Angewandte Demokratie macht tüchtig fürs Zusammenleben (im Gegensatz zu Vorschriften und Vorgaben ohne Wahlmöglichkeit, die dazu führen, dass man sie umgeht).
Termine
Offenes Arbeitstreffen für alle Interessierten am Montag, den 05.07.2010 um 19.00Uhr in Nürnberg, Ergotherapiepraxis Beer, Mathildenstr. 11, Rückgebäude.
Es gibt viel zu tun! Also kommet reichlich und gestaltet mit!
Aktuell: 10 Prozent für Bildung in Deutschland
Wie in der Presse anläßlich des Bildungsgipfels berichtet wird, will Deutschland 10 Prozent des Bruttosozialprodukts für Bildung ausgeben. Gerade ist man darüber auszurechen, wieviel Milliarden Euro das sind... Apropos: Eine nicht unerhebliche Anzahl von Schülern verläßt die Schule, ohne ausreichend rechnen, schreiben und lesen zu können. Ob da mehr Geld hilft? Immerhin hatten sie fast 10 Jahre Zeit.... Die Bundesregierung könnte Bildung viel sparsamer bereitstellen, wenn sie die Grundidee der Demokratischen Schulen aufgreifen würde, nämlich die Freiheit der Wahl beim Lernen: Lasst die Kinder das lernen, was sie gerade interessiert und unterstützt sie dabei! Denn dann werden sie zur Überzeugung und zur Fähigkeit gelangen, alles lernen zu können, was sie wollen.
Ein Kommentar von JSH
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Schulfrust damals wie heute: Ein Gedicht von William Blake
Der Schulknabe (1794)
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